„Wäre, wäre Fahrradkette!!!“ Mit diesem hochgeistigen Zitat des Sprachakrobaten und Abo-Bräutigams „Loddar“ über verpasste Chancen und Ziele kann man treffend die zweite Hälfte meiner Rennradsaison 2018 beschreiben. Keine Ahnung in welchem Zusammenhang Fussballphilosoph Matthäus dies äußerte, aber für mich bedeutet es die (noch) Nichterfüllung eine Radsporttraums. Aber fangen wir von Vorne an:
High Rouleurs Society ist der „Club“ für Bergbekloppte, auf deren Ehrenliste hoffentlich irgendwann mal mein Name steht. Wer jetzt dabei direkt an Las Vegas denkt, dem sei gesagt: Das hat nix mit High Rollern aus Nevada zu tun, die sich mit den Hundertern die Zigarre anzünden und zum Frühstück schon ne Million verzockt haben. Nein! Hier geht’s schlicht um Höhenmeter. Um genau zu sein um sehr viele von denen. Um diesem Club beizutreten, braucht man nicht viel. Man sucht sich einfach ne buckelige Asphaltpiste in den Alpen oder sonst wo und fährt nonstop so lange bergauf, bergab, bergauf und bergab bis der Tacho qualmt und mindestens 10.000 Höhenmeter auf der Uhr stehen. Fertig! Also alles easy!
Nach dem erfolgreichen 8000-Höhenmeter-Kracher „Tour du Mont Blanc“ im vergangenen Jahr, fiel meine diesjährige Eventwahl auf das eidgenössische Alpenbrevet bei Andermatt. Die 265km lange Platin-Strecke wies zwar „nur“ was um die 7000 Vertikalmeter auf, aber wer sollte mich daran hindern nach der Zieleinfahrt einfach weiterzufahren? Pässe am Gotthardmassiv gibt’s jedenfalls bis zum Abwinken. So die Theorie.
Einmal angemeldet nahm das Drama jedoch seinen Lauf.

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Paris - Roubaix 2019

„Läppische 175km Strecke und keine 1000 Höhenmeter!!!! Klasse, ne ruhige Feldwegtour mit Steigung wie auf der Autobahn zwischen Amsterdam und Den Haag!“ So in etwa waren meine ersten Reaktionen und Einschätzungen zum Radsportklassiker PARIS - ROUBAIX als ich mich vergangenes Jahr zur Amateur Challenge dieses Radsportmonuments einschrieb. Im Nachhinein hätte ich mir vielleicht besser mal Gedanken gemacht, warum dieses prestigeträchtige Rennradrennen charmanterweise auch „Hölle des Nordens“ genannt wird. Wegen des sonnigen und heißen Wetters jedenfalls nicht, soviel sei vorab gesagt. Aber Radsportmonument ist Radsportmonument! Und da ich mir kühner Weise nun mal vorgenommen hatte, alle deren 5 so nach und nach zu meistern, galt es auch für mich als Bergziege, dieses Rennen im tellerflachen französischen Norden zu fahren.

Aber erst einmal zum Anfang: Am Freitag den 12. April ging es zusammen mit meinem Bruder Lars auf nach Roubaix. Da es das ein oder andere „Kopfsteinpflaster“ auf der Strecke geben sollte, gönnte ich meinem fragileren Karbongefährt eine Pause und gab meinem blauen Aluminium-Rennrad den Vorzug. Zum Zielort Roubaix ist eigentlich nicht viel zu sagen. Der Reiseführer für die City mit morbidem Industriecharme dürfte zumindest nicht sehr seitenstark sein;) Dafür dürfte das hiesige Polizeirevier an diesem Wochenende viele Seiten Anzeigen geschrieben haben. Beim Gang zur Startnummernausgabe an der berühmten Radsporthalle wateten wir quasi durch Glasscherben eingeschlagener PKW-Fensterscheiben. Der ein oder andere britische X5- oder A8-Besitzer dürfte sich bei seiner Rückkehr zum Fahrzeug gefreut haben über eine Rückreise nach Hause ohne Heck- oder Seitenscheibe. Wie durch ein Wunder wurde unser verbeulter und vor Dreck stehender Luxus-Dacia nicht angerührt;)
Die Nacht zum Samstag gestaltete sich kurz aber interessant. Die vergilbten, miefenden Wände des Fomule-1-Raucher-Hotelzimmers konnten uns Nichtrauchern Geschichten erzählen. Zudem durfte ich mich in meinen Träumen auf angekündigte, sonnige Minus 1 Grad Celsius am Startort freuen.
Um 05:00 Uhr startete der unerwartet komplikationslose und professionelle Bus- und LKW-Transfer von Roubaix zum 100km entfernten Startort Busigny. Ein großes Lob für diese erstklassige logistische Leistung kann ich mir hier nicht verkneifen.
Um 07:30 Uhr war Schluss mit Lustig und ich tauschte den komfortablen, warmen Bussessel gegen ein schweinekalten Fahrradsattel. Die Veranstalter hatten sich bei der Challenge für Amateure auf das Wesentliche konzentriert und die 80km geteerte Anfahrt vom Profistartort Compiègne zum ersten Pavé (Kopfsteinpflasterpassage) einfach mal weggelassen. Das verkürzt die zu fahrende Strecke zwar auf nur 175 statt 255km, jedoch wurde keines der insgesamt 29 zu fahrenden Pavés dabei ausgelassen. Im Gegenteil, ohne richtig eingefahren zu sein startete der erste dieser zwischen ein bis knapp vier Kilometer langen Abschnitte schon nach wenigen Kilometern. Nach Bravo!

Schon das erste Pavé brachte jeden Bestzeitträumer brachial zurück auf den Boden der Tatsachen. Ruhige Feldwegrunde im Ü30er Schnitt? Das ich nicht lache! Kopfsteinpflaster??? Eine lächerliche Untertreibung! Jeder der schon ein wenig in Flandern unterwegs war und meint Erfahrung damit zu habe, kann seine vermeintliche „Erfahrung“ mit dem Belag mal getrost auf den Müll kippen. Das gleiche haben hier offensichtlich auch die Straßenbauer getan: ihren Müll vom Straßenbau einfach in die Felder gekippt. Den hingeworfenen und dann grob sortierten Haufen Steine hier konnte man als alles bezeichnen, nur nicht als ordentliches Kopfsteinpflaster. :-( Mein Rennrad und ich wurden durchgeschüttelt als wäre ich mit nem Hardtail downhill irgendwo in den Alpen unterwegs. Schon nach Pave´ Nr. 4 schmerzten mir Fingergelenke, Hände, Unterarme, Nacken, Kopf quasi alles oberhalb der Gürtellinie, als wäre ich mit dem Truck kollidiert. Ich wußte vorab gar nicht, was einem am Körper so alles weh tun kann. Auch ne Erfahrung;) Manche Rennradfahrer wichen teilweise auf die Linderung versprechenden schmalen Dreck- und Schotterstreifen rechts und links am Wegesrand aus. Streifen auf die nie ein Rennradfahrer sein Gefährt eigentlich hinsteuern würde. Aber “In der Not…..Bla Bla Bla“ heißt es in einem Sprichwort ja so schön;) Da die Dinger aber offensichtlich mit zahlreichen spitzen Steinen bestens ausgestattet waren, fielen die Weicheier reihenweise Pannen zum Opfer. Was also Tun? Genau, schön drauf bleiben auf den mittelalterlichen Autobahnen. Da ist zwar der Bandscheibenvorfall vorprogrammiert, aber zumindest bleibt das Rad ganz.

Zwischendrin stellte man sich echt die Frage, welch finsteren Albtraum der Erfinder des Radrennens 1896 gehabt haben muss, um fragile Rennräder über solche Strecken zu schicken. Und was für Idioten wir Starter sein müssen, sich wie kleine Lemminge auch noch freiwillig auf ein solches Rennen zu stürzen. Die beginnende Sinnkrise nicht genug, wurden wir quasi vom Veranstalter auch noch verarscht. Schilder wie „One Kilometer can be very long!“, „Smile, it’s just cycling!“ oder „Stone after Stone“ statt „Step after Step“ trugen bei mir zumindest nicht zur Erheiterung sondern eher zum spontanen Kammschwellen bei. Zum Glück und auch wohlweislich lies sich keiner von den Organisatoren am Ende irgendeines Pavés sehen. Das wäre ihm sicher nicht gut bekommen.
Die zum Ziel abwärts nummerierten 29 Pavés auf der Strecke wurden in Kategorien mit bis zu 5 Sternen nach ihrer Schwierigkeit und Länge bewertet. Während ** und ***-Sterne-Strecken noch ansatzweise wie befahrbare Wege oder zumindest etwas ähnlichem wie das aussahen, lösten die 4er und 5er-Strecken nur noch Kopfschütteln oder Kotzreize aus, je nachdem wir weit man mit seiner Gehirnerschütterung schon war. Von den 5-Sterne-Trümmerfeldern gab es ganze drei Stück bis Roubaix. Der bekannteste Abschnitt Pavé Nr. 19 hat den unscheinbaren wie harmlosen Namen „Arenberger Wald“. Um ehrlich zu sein, von dem Wald habe ich bei der Fahrt nichts mitbekommen. Eine unvorstellbar grauenvolle Piste lies mich nur Hoffen und Bangen, dass mein Fahrrad nicht unter mir zerbricht oder ich nicht mit Schütteltrauma im nächsten Hospital lande. 2,4 Kilometer Wahnsinn, dem man sich nicht entziehen konnte. Die sadistischen Organisatoren schmückten die Strecke nämlich rechts mit Gattern und link der Grünstreifen wurde von vermutlich gerade mal wieder streikenden Landwirten einfach umgepflügt. Man hat ja sonst nichts zu tun.

 

Der ganze 5-Sterne-Irrsinn wiederholte sich bei Pavé Nr. 11 (Mons-en- Pévèle / 3km Länge) und Nr. 4 (Carrefour de l’Arbre/ 2,1km Länge) noch ganze zweimal. Zwischendurch war die Strecke noch mit mehreren Abschnitten der Kategorie 3 und 4 garniert. Es wurde jedenfalls nicht langweilig. Dafür sorgten alleine die „rücksichtsvollen“ Mountainbiker, die mit ihren vollgefederten Sofasesseln auf Rädern die leidende Rennradschar mal rechts mal links mit Vollgas überholten, ausbremsten oder schnitten. Einfach „nette“ Gesellen, die irgendwie den Sinn des RENNRADrennens nicht verstanden hatten.

Nach der ganzen Lästerei sollte man aber auch mit Lob nicht geizen. Das Rennen ist bestens organisiert. Man mag ja über die Schaffenskraft französischer Architekten und Planer geteilter Meinung sein. Da werden ja schon mal Schlösser ohne Toilette (Versailles) oder Schlachten ohne Plan (Waterloo) gebaut bzw. geschlagen. Aber DAS Event hier hat von vorne bis hinten Hand und Fuß. Die Strecke gut ausgeschildert, die Pavés mit allen Infos beschildert, verpflegungstechnisch Haute Cuisine, 1a Fotoservice und die bereits schon erwähnte reibungslose Logistik. Tres bien!!! Zudem wurde für das eigentlich bedeutungslose Amateurrennen mal eben der Verkehr einer ganzen Region (Departement) lahmgelegt. Rote Ampeln, Stopps an stark befahrenen Kreuzungen und sonstige lästige Verkehrsregeln konnten wir mal getrost in Deutschland lassen. Hier wurde für jedes noch so seelenruhig dahinradelnde Rennrad mit Polizei und freiwilligen Helfern eine ganze Bundesstraße einfach mal dicht gemacht, wenn diese zufällig im Weg stand. „Vive La France!!!!“ kann ich da nur sagen.

Wie dem auch sei, nach 7:30 Stunden Nettofahrtzeit über 55 Kilometer Kopfsteinpflaster und 120km Asphalt zwischendurch erreichte ich auf allen Vieren das berühmte Velodrom in Roubaix, in dem noch eine halbe Runde bis zum Zielstrich zu fahren war. Mein viertes Monument nach Flandern-Rundfahrt, Lüttich-Bastogne-Lüttich und Mailand-Sanremo ist gemeistert. Nummer 5 wird wohl noch ne Weile dauern. Dafür müssen die Lombarden erst mal auf die Idee kommen, auch für ihre Rundfahrt im Oktober ein Langstreckenevent für Amateure anzubieten. Für ne 110er RTF, wie aktuell, fahre ich jedenfalls nicht nach Mailand. Aber die Itaker sind ja in allem immer ein bißchen langsamer als der Rest der Welt. Als mein Résumé für die Hölle des Nordens möchte ich mich gerne eines nur leicht abgewandelten Zitats des Radsportler Theo de Rooij aus den 90ern bedienen: „Paris Roubaix ist ein Haufen Scheiße! Es ist eines der wundervollsten Rennen der Welt!“ Allem Streckenhorror zum Trotze ist es einfach ein tolles Rennen, welches ich jederzeit wieder fahren würde. Zumindest im Trockenen. Bei Nässe würden mich keine 10 Pferde auf die Pisten bekommen;) Bis dahin……..Bleib dran!!!

 

Dirk Gütte Erkelenz, den 20.04.2019

 

La Primavera oder besser bekannt unter dem Namen Mailand-Sanremo ist eigentlich kein Event für Alpenritter und Bergziegen. Die Strecke ist zwar mit 295km die längste, die den Profiradsportlern in einem Tagesrennen weltweit zugemutet wird, aber knapp 1800 Höhenmeter sind nun wahrlich keine angsteinflößenden Vertikalwerte. Stellt sich die Frage……..Was will ICH hier? Nun, ja erstmal liegt das Ding zufällig auf dem Weg in den Urlaub gen Süditalien und zweitens zählt es zu den fünf Monumenten des Radsports, von denen ich mit der Ronde de Flanderen und Lüttich-Bastogne-Lüttich zwei schon intus habe. Also antreten und abhaken das Ding!

Am 10. Juni 2018 um 7:00 Uhr war der Rennstart angesagt. Jedoch nicht wie die Profis im mondänen Milano am Dom, nee die Amateure durften das Rennen in einem häßlichen Vorort mit Namen „Pieve irgendwas“ beginnen. Der Plattenbauort ist so häßlich, dass man die ersten Kilometer geneigt war, Vollgas zu geben aus Angst um sein Rad. Startpunkt war ein riesen Betonklotz von Hotel, was laut Tripadvisor mal 5 Sterne besessen haben soll………..Muss wohl vermutlich zu Mussolinis Zeiten gewesen sein oder noch früher. Jetzt versprühte das Ding nur noch einen Charme à la Berlin-Marzahn oder Köln-Chorweiler.

Wie dem auch sei, um 7:00 Uhr ging der erste Startblock, zu dem ich mit der Startnummer 106 gehörte, auf die Reise. Die 5-6 weiteren Startblöcke sollten im Abstand von 10 Minuten folgen. Insgesamt waren circa 800 Starter bereit, die lange Tortour auf sich zu nehmen.

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Zum 25 jährigen Bestehen des Erkelenzer Radsport Club durfte es gerne etwas mehr sein. Mehr Radfahren und mehr geselliges Vereinsleben als in den vergangenen Jahren, daher beschlossen wir bereits im Vorfeld auf unserer Jahreshauptversammlung eine ausgiebige, dreitägige Tour in unser hügeliges Naherholungsgebiet: die Eifel. Konkret Monschau.

(Die Fotos sind nur für angemeldete Mitglieder sichtbar. Solltest Du kein Foto sehen, meldet dich bitte zunächst an. Zur Anmeldung -> Login)

Da im Vorfeld klare war, dass wohl nicht jeder Teilnehmer für die ganzen 3 Tage Zeit aufbringen kann, gab es eine frühe Anreise am Freitag und eine Anreise für Samstag. Ich war bereits Freitag dabei und habe mir volle drei Tage gegönnt.

Wie bereits aus den Vorjahren bekannt, starteten wir an unserem Trainingstreffpunkt, wo auch unser Gepäck von Heinrich und Nadja entgegen genommen wurde. Allerdings nicht um 9 Uhr, sondern erst um 11:45 Uhr, da sich noch ein kleiner Regenfilm über Erkelenz ergießen sollte. Der Regenschauer war auch fast pünktlich weg, lediglich die Straße war noch "leicht benetzt" und somit ging es dann im feuchten auf die 110km Anreise. Gestartet sind wir in drei verschiedenen Geschwindigkeits-Gruppen. Schnell, schneller und am schnellsten. Nein, so war es nicht. Es gab ein schnelle Gruppe und zwei weitere Gruppen die bereits die Aneise mit Panorama genossen haben.

Jedoch steckte dieses Jahr etwas der Wurm drin. In unserer schnellen Gruppe hatten wie drei Platte und einen Sturz. Alles ohne nennenswerte Verluste. In der Gruppe nach uns ist ein Sturz leider nicht so glimpflich ausgegangen und eine Fahrerin musste die Radanreise abbrechen, konnte aber dank guter Organisation mit dem Auto weiter bis zum Hotel gebracht werden. Soweit ich mitbekommen habe, gab es in jeder Gruppe einige undichte Schläuche, aber nichts gravierenderes.

Angekommen in Monschau, wurd erstmal Kaffee und Kaltgetränke getrunken bis es im Anschluss am Abend ein Buffet gab. Für ganz mutige und energiegeladene Sportler gab es am späten Abend noch Musik und das eine oder andere Getränk in Vorfreude auf Bernds geplante Touren am Samstag. Von diesen Touren gab es vier an der Zahl, aus denen wir wählen durften. 210km mit 2700hm für hoch-ambitionierte Sportler, 160km mit 1700hm für den ambitionierten Sportler, 120km mit 1000hm und 95km 700hm für den zurückhaltenden Sportler. Das Zeitfenster für die Touren lag zwischen, Morgens nach dem Frühstück und Abends vor dem Buffet.

Während ich am Freitag noch zuversichtlich die längste der Touren fahren wollte, habe ich am Samstag Morgen dann doch noch kalte Füße bekommen und mich in die zügige 160km-Truppe eingereiht. Die 210km war nach Stand Freitag nur mit unseren Top-Athleten besetzt und da muss man in der Regel schon Höchstform haben um nicht in einer Tour Leid und Elend am Stück auf dem Rad zu durchleben. Also ging es auf die Strecke. Meine Anwesenheit wurde anfangs noch von etwas Misstrauen und Angst, ich würde durch zuviel Tempodruck Unruhe in die Gruppe bringen begleitet, die Kritik legte sich aber recht schnell. Das befürchtete Motorradaufkommen in der Eifel hielt sich dank einer super Routenwahl von unserem Präsidenten Bernd sehr in Grenzen und man konnte überwiegend die Landschaft und Natur genießen ohne dauernd Rücksicht auf dem Verkehr nehmen zu müssen. Die Tour war schließlich auch das absolute Highlight der Vereinsfahrt.

Wieder am Hotel eingekehrt, gab es eigentlich keine Probleme zu berichten und die schönsten Streckenabschnitte wurde nochmal im Gespräch mit den Teilnehmern anderer Grüppchen bei Getränken revue passiert. ...und ohne das man es merkte raste der Abend dahin. Trotz der recht üppigen Preise für die Getränke wurde noch bis spät am Abend beisammen gesessen und dieses und jenes Besprochen, das sonst keine Zeit findet.

Der Abreisetag begann mit einem Frühstück und der Startschuss für die Rückfahrt war der Auslöser dieses schönen Gruppenfotos vom Anfang des Berichts.

Wir fuhren wieder in verschiedenen Tempogruppen g'en Erkelenz. Diesmal sortierte ich mich aber unter die Race-Gruppe. Schließlich hatten wir auf der Hinfahrt gute 600hm angespart, die es jetzt wieder abzurollen gab. Somit waren wir dann leicht geschwitzt und recht schnell nach rund 2 Stunden 20 Minuten die knapp 90km wieder "zurückgerollt". Naja, wir haben schon mitgetreten. Auch bergab.

Tolles Wochenende!

Vielen Dank an alle die dazu beigetragen haben, danke auch an Reinhard für die tollen Fotos.

Berge, Berge und nochmals Berge, dazu nur 450 Kilometer von Daheim weg! Klar dass der Schwarzwald eine der beliebtesten Regionen Deutschlands für mich ist.

Nachdem ich 2015 beim härtesten Radmarathon Deutschlands, dem SCHWARZWALD SUPER mit seinen 6500 Höhenmetern, erfolgreich an den Start ging, sollte es diesmal dessen „kleinerer“ Bruder werden. Gemeint ist der Schwarzwald Ultra Radmarathon, kurz SURM genannt. „Klein“ ist hier aber ein relativer Begriff, sind doch 238 Kilometer und 4070 Höhenmeter zu bewältigen, bevor man sich in das schicke Finisher-Trikot kleiden kann.

Am 17.09.2017 um 7:00 Uhr war es dann endlich soweit. In dem Städtchen Alpirsbach versammelten sich etwa 520 Radverrückte aus ganz Deutschland an der Startlinie, welche interessanterweise direkt neben eine Bierbrauerei gelegen war. Hopfen- und Malzduft in der Nase standen wir nun da im Morgengrauen und lauschten den Worten des Moderators. Der war entweder zu Scherzen aufgelegt oder hatte sich vorher im Braukeller kräftig einen gezwitschert. Faselte er doch etwas von SURMer Kaiserwetter! Bitte??? Stahlgrauer Himmel, eine vom nächtlichen Regen feuchte Straße und wohlige 7 Grad Celsius mögen womöglich auf Spitzbergen im Nordmeer schönes Wetter sein, aber ich hätte mich am liebsten wieder in mein Bett verkrochen. Spätestens hier hätte mir ein Licht aufgehen müssen, dass ich mich meteorologisch/klimatologisch beim falschen Event befand;) Aber sei es drum. Jetzt war ich schon mal da, dann konnte ich auch Radfahren.

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